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Für Unternehmen

5 Tipps für ein erfolgreiches Recruitingvideo Wie Unternehmen mit Employer Branding punkten

Mittlerweile hat sich aus dem Arbeitgeber- ein Arbeitnehmermarkt entwickelt. Young Professionals und gut ausgebildete Fachkräfte wissen, dass sie begehrt sind und viele Auswahlmöglichkeiten haben. Unternehmen müssen handeln – und die High Potentials aus der Masse filtern. Wie das geht? Am besten mit Recruitingvideos.

Denn Videos machen Unternehmen erlebbar und geben die Möglichkeit, Stärken authentisch zu präsentieren – Talente und Top-Kandidaten bewerben sich eher, das Kandidatenmatching erhöht sich dadurch. Gebündelte sowie anschaulich vermittelte Informationen, persönliche Ansprache und eine individuelle Selbstdarstellung erhöhen zudem die Attraktivität gegenüber Fachkräften.

Doch worauf muss man achten bei der Erstellung eines gelungenen Recruitingvideos?

1) Wo geht die Reise hin? – Konzepterstellung

Die Konzepterstellung und das Drehbuch sind die Grundlage für ein erfolgreiches Recruitingvideo. Werden an dieser Stelle Fehler gemacht, ziehen sie sich wie ein roter Faden durch das gesamte Projekt. Es müssen vor Beginn der Drehbucherstellung einige Fragen zu den Zielen des Videos beantwortet werden, die eine grobe Konzeption ermöglichen wie z.B.: - Soll ein mittelständisches Unternehmen in seiner (noch unbekannten) Rolle als Arbeitgeber bekannt gemacht werden? Oder möchte ein Konzern sein umfassendes Karriereportal mit zielgruppengerechten Webvideos abrunden? - Wen möchte die Firma ansprechen? Allgemein alle Bewerber, Azubis und Absolventen oder Spezialisten wie z.B. Ingenieure oder ITler? - Was sind die Stärken des Unternehmens als Arbeitgeber (Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Unternehmenskultur, schnell Verantwortung übernehmen)? Und schließlich sollte sich das Recruitingvideo stilistisch in das Gesamtbild der Unternehmenskommunikation und –philosophie fügen.

2) Und: Action! – Die Produktion vor Ort

Die eigentliche Produktion vor Ort im Unternehmen gehört zu den kürzesten Elementen bei der Entstehungsgeschichte eines Recruitingvideos. In ein bis zwei Tagen sind bei guter Planung alle notwendigen Bilder aufgenommen. Erfahrene Redakteure verstehen es, auch ungeübten Mitarbeitern glaubhafte Authentizität zu entlocken, die die Kamera später dem Betrachter präsentieren wird. Das gelingt am besten, wenn auf vorformulierte Sätze verzichtet und stattdessen ein Gespräch zwischen dem Redakteur und dem Mitarbeiter in Gänze gefilmt wird, deren informativsten und begeisterndsten Passagen später Eingang in das Video finden.

3) Ab in den Schnitt – Die Komposition des Recruitingvideos

Bei der Filmherstellung und beim Schnitt der Bilder in der Postproduktion ist Online-Know-how zwingend notwendig, denn die Videoproduktion muss auf das Medium Internet zugeschnitten sein. Der Produzent muss genau wissen, wo, wie und wie lange Videos im Internet angeschaut werden und wie man den User an einen Film bindet. Er muss auch wissen, an welchen Stellen im Video auf Zusatzinformationen verlinkt wird oder auf zusätzliche Exkurs-Videos.

4) Der letzte Schliff – Das Video für den Einsatz im World Wide Web vorbereiten

Das Video ist fertig – doch damit ist es noch nicht getan. Nun muss es fit gemacht werden für den optimalen Web-Einsatz. Hier sollten folgende Punkte geklärt werden: - Videoeinsatz: Wo außer auf meiner eigenen Homepage möchte ich das Video zusätzlich einsetzen? In Social Networks? Bei Xing oder bei Facebook? Hierfür sollte das Unternehmen wissen, wo es seine potentiellen Bewerber am besten erreicht. - Videoverbreitung: Dass das Recruitingvideo auf der eigenen Karriereseite eingebettet wird, versteht sich. Aber möchte ich es noch zusammen mit einer Stellenanzeige bei verschiedenen Jobboards posten? Wie sieht es mit Youtube und anderen Videoportalen aus? - Videotechnologie: In welcher Qualität wird mein Video online angezeigt? Können meine User es auch mobil auf dem Tablet-PC oder iPhone abrufen? Denn nicht alle Online-Videoplayer sind fähig, Videos auch auf mobilen Apple-Geräten abzuspielen. „Wachsende Ansprüche und immer neue Kanäle erfordern durchdachte Lösungen. Jobsuchende wollen heute auch in der Mittagspause im Park oder abends auf dem Balkon Zugriff auf Unternehmensinformationen und –videos. Mit innovativen Bewegtbild-Tools und cleveren Inhalten erreichen Firmen ihre Klientel weltweit und auf nahezu jedem beliebigen Endgerät“, rät Dr. Rainer Zugehör, dessen Firma MovingIMAGE24 Unternehmen auch in Sachen Web-Einbindungen berät.

5) Der große Auftritt – Das Recruitingvideo ist online

Das Video geht online, auf der eigenen Homepage. Nun folgt die Probe aufs Exempel: Sind alle erforderlichen Verknüpfungen vorhanden? User sollten die Möglichkeit haben, das Recruitingvideo über Social Bookmarks auf Plattformen wie Facebook oder Twitter oder per E-Mail empfehlen oder veröffentlichen zu können. Denn bereits 43 Prozent der deutschen Internetnutzer sind laut ARD/ZDF-Onlinestudie 2011 in einer Social Community aktiv. Check Nr. 2: Ist das Video mit den richtigen Schlagworten versehen, d.h. kann der User in Kürze erfassen, worum es in dem Video geht? Und schließlich: Läuft das Video ruckelfrei und in bester Qualität online ab, gleich mit welchem Browser oder über welches Endgerät (also PC, Smartphone, Tablet-PC) man das Video abruft? Können alle diese Fragen mit Ja beantwortet werden, steht einem erfolgreichen Rekrutierungsprozess nichts mehr im Wege.

Fazit

Sobald sich eine Firma für ein Recruitingvideo entscheidet, muss sie sich fragen „Was wollen wir erreichen?“ und sich an der jeweiligen Zielgruppe orientieren. Ist die Zielgruppe definiert, leiten sich daraus nicht nur die Komposition und die Produktion des Videos ab, sondern auch die Plattformen und Medien, über die das Video verbreitet wird. Und schließlich ist die technisch einwandfreie Einbindung in Webinhalte unerlässlich – nicht nur, um von High Potentials wahrgenommen zu werden, sondern auch, um bei der steigenden Nutzung von Onlinevideos als Arbeitgeber die Nase vorne zu haben.

Der Autor
Dr. Rainer Zugehör ist Gründer und Geschäftsführer der MovingIMAGE24 GmbH und JobTV24.de in Berlin. Er studierte an der Universität Trier und promovierte danach am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln. Anschließend arbeitete er im Personalwesen, zuletzt als Gesamtprojektleiter HR bei der Audi AG. Die Website www.JobTV24.de ist das größte Videoportal zum Thema Job, Karriere und Arbeitgeber und ermutigt Jobsuchende mit dem Slogan „Welcher Arbeitgeber passt zu Dir?“ sich die Firmen vorab im Videoformat anzuschauen.